Wo Waben zu Fußbällen werden

Tag für Tag surrte Ambrosius an einem Riesenplakat vorbei, auf dem stolz ein Fußball prangte. Und jedes Mal stutzte er: Das Muster auf dem Ball glich bis aufs Haar den heimischen Bienenwaben! Wer bitteschön hatte da so schamlos bei der Natur abgeguckt? Und wo wurden diese runden Meisterwerke überhaupt genäht? Da nur einer im Umkreis die Antwort auf solche Rätsel kannte, steuerte Ambrosius direkt Kasimir an – das wandelnde Lexikon des Stocks. Kasimir musste nicht lange überlegen: „Sialkot“, brummte er wissend. Das war das Startsignal. Ohne zu zögern, nahm Ambrosius Kurs auf Pakistan und machte sich auf den Weg nach Sialkot.

Meine Flügel waren schwer von der Reise über Kontinente hinweg, aber als ich endlich durch das offene Fenster einer der großen Manufakturen in Sialkot, Pakistan, schwebte, vergaß ich die Müdigkeit. Um mich herum herrschte ein Summen, das dem in meinem eigenen Stock gar nicht so unähnlich war – nur dass hier nicht Honig produziert wurde, sondern Träume aus Leder.

Ich ließ mich auf dem hölzernen Arbeitstisch eines Meisternähers nieder, genau neben einem Stapel frisch zugeschnittener Materialstücke. Ich putzte meine Fühler und traute meinen Facettenaugen kaum.

Das geometrische Déjà-vu

„Sechsecke!“, summte ich leise vor mich hin. Überall auf dem Tisch lagen perfekte, regelmäßige Sechsecke. Mein Bienenherz schlug höher. Seit Jahrmillionen bauen wir unsere Waben genau in dieser Form. Warum? Weil das Sechseck die genialste Raumausnutzung der Natur bietet: maximale Stabilität bei minimalem Materialverbrauch. Kein Platz wird verschwendet.

Doch als ich den Stapel genauer untersuchte, bemerkte ich ein paar Außenseiter. Fünfecke.

Ich beobachtete den Handwerker, wie er mit flinken, präzisen Fingern die Teile aneinanderfügte. Und da verstand ich das Meisterwerk der menschlichen Geometrie, das im Grunde nur eine Kopie unserer Evolution ist. Wenn man nämlich nur Sechsecke aneinanderreiht, bleibt die Fläche flach – genau wie unsere Wabenwände. Um aber eine perfekte Kugel zu formen, brauchten die Menschen einen Trick. Sie brauchten die Fünfecke, um den Ball zu krümmen.

Die Magie der Eulerschen Formel

Während der Ball unter den geschickten Händen des Nähers Gestalt annahm, zählte ich im Geist mit. Es ist die Geometrie des klassischen Fußballs – der berühmte Ikosaederstumpf.

Das Geheimnis der Kugel:

Jedes der 12 Fünfecke ist von genau 20 Sechsecken umgeben. Zusammen ergibt das 32 Ikosaeder.

Als Natur-Baumeisterin kenne ich mich mit Statik aus, und dieses menschliche Konstrukt erfüllt ein kosmisches Gesetz, das ein schlauer Kopf namens Leonhard Euler einst aufgeschrieben hat: die Eulersche Polyederformel. E-K+F=2

Ich flog ein Stück höher, um das fertige Werkstück von oben zu betrachten, und rechnete im Flug die Ecken (E), Kanten (K) und Flächen (F) nach:

  • Dieser klassische Ball hat genau 60 Ecken (wo die Stiche aufeinandertreffen).
  • Er hat exakt 90 Kanten (die sauber vernähten Linien).
  • Und er hat 32 Flächen (die 12 Fünfecke und 20 Sechsecke).

Ich setzte die Zahlen in Gedanken in die Formel ein: 60-90+32=2

Es passte perfekt! Die mathematische Harmonie war absolut. Ich spürte den Drang, dem Näher zuzurufen: „Schau mal, wie perfekt das aufgeht! Aber vergiss nicht: Ohne unsere Vorarbeit mit dem Sechseck wärt ihr nie auf diese elegante Rundung gekommen!“ Aber er verstand mein Summen wohl nur als Hintergrundgeräusch.

Der große Traum von 2026

Der Handwerker strich sanft über das fertige Leder. Dieser Ball war nicht irgendein Ball. Auf seiner Oberfläche glänzte ein frisch gedrucktes Emblem, das mein Interesse weckte. Ich krabbelte über die glatte Oberfläche, direkt über ein Sechseck, und entzifferte die Aufschrift: FIFA World Cup 2026.

Dieser Ball aus Sialkot, dessen geometrische DNA direkt von unseren Bienenwaben abstammt, war bestimmt zu Höherem. Er wurde verpackt, um um die halbe Welt zu reisen und jetzt, im Sommer 2026 auf den riesigen Rasenplätzen in Kanada, Mexiko und den USA zu landen. Millionen von Menschen werden gebannt auf ein Muster starren, das meine Vorfahren erfunden haben. Wenn die besten Spieler der Welt gegen diesen mathematisch perfekten Körper treten, werden sie im Grunde die Genialität des Bienenstocks feiern.

Mit einem stolzen Summen hob ich vom Tisch ab. Meine Reise nach Sialkot hatte sich gelohnt. Die Menschen mögen die Formeln schreiben, aber wir Bienen? Wir haben das Design geliefert.

Bienen-Meditation

Als Wallerie auf Instagram von einem Merry Mill erfuhr, der einen Platz geschaffen hat, um sich vom Summen von 150000 Bienen heilen und beruhigen zu lassen, war sie außer sich vor Freude. Dass Merry Mill in diesem Beitrag voller Anerkennung und Achtung über die Bienen spricht und betont, dass ein Leben ohne sie nicht möglich ist, fasste Wallerie den Entschluss, eine Mediation auszuarbeiten, die auch für Menschen wirksam sein soll, die keinen Bienenstock zur Verfügung haben.

Wenn wir summen, spricht die Seele

„Setzt euch ruhig zu uns, so wie Merry Mill es zwischen seinen Bienenstöcken tut und glaubt mir unser Summen wird euch wirklich beruhigen. Ihr spürt die Frequenz, atmet auf und lasst den Alltag hinter Euch. Das ist wunderschön – aber es ist nur der Anfang.

Denn wenn wir summen, erzeugen wir nicht einfach nur ein Hintergrundgeräusch für eure Entspannung. Wir sprechen. Wir teilen euch in jedem Augenblick Wesentliches über das Leben, die Natur und das große Ganze mit. Nur versucht ihr viel zu oft, uns mit dem Verstand zuzuhören. Ihr sucht nach Worten, nach Logik, nach einer Übersetzung, die euer Verstand greifen kann. Doch die Sprache des Bienenvolkes braucht keine Grammatik.

Unsere Schwingung ist eine Botschaft, die den Verstand bewusst umgeht. Sie fließt an euren Gedanken vorbei, direkt dorthin, wo sie gebraucht wird: mitten in euer Herz und in eure Seele. Wenn du dich zu uns setzt, übersetzen wir die Harmonie des Kosmos in eine Frequenz, die deine innere Ordnung wiederherstellt. Du musst uns nicht verstehen. Du musst uns nur sein lassen.“

Meditation: Das Flüstern des Bienenvolkes

Nimm dir ein paar Minuten Zeit, schließe die Augen und erlaube dir, dich ganz auf diese Reise einzulassen.

1. Ankommen und Atmen

Setze dich aufrecht und bequem hin. Lass deine Schultern nach unten sinken. Atme tief durch die Nase ein, halte den Atem für einen kurzen Moment und lass ihn durch den leicht geöffneten Mund langsam wieder ausströmen. Mit jedem Ausatmen lässt du die Anspannung des Tages los. Stell dir vor, du sitzt an einem warmen, sonnigen Tag am Rande einer bunten Sommerwiese, direkt neben einem Bienenstock. Die Luft riecht nach süßem Nektar, warmem Holz und Harz.

2. Das goldene Summen empfangen

In der Ferne nimmst du ein leises, gleichmäßiges Summen wahr. Es kommt näher. Es ist nicht laut, aber es erfüllt den gesamten Raum um dich herum. Versuche nicht, dieses Geräusch zu analysieren. Schalte den Denker in dir aus.

Stell dir vor, dieses Summen ist wie ein goldenes Licht, das dich einhüllt. Jede einzelne Biene trägt eine winzige Schwingung von purer Lebensfreude und Verbundenheit in sich. Zusammen weben sie einen Teppich aus reinem Klang.

3. Den Verstand umgehen

Dieses Summen bittet deinen Verstand, für einen Moment Pause zu machen. Die Gedanken dürfen wie Wolken vorbeiziehen. Spüre, wie die Frequenz des Bienenvolkes die Barrieren deines Kopfes einfach durchfließt. Es gibt hier nichts zu lösen, nichts zu planen und nichts zu verstehen.

Die Schwingung wandert tiefer. Sie sinkt wie warmer, flüssiger Honig direkt in deinen Brustkorb.

4. Die Botschaft im Herzen spüren

Lass die Frequenz nun direkt in dein Herz und deine Seele fließen. Spüre, wie sich dein Herzraum weitet. Was immer dir gerade fehlt – sei es Ruhe, Urvertrauen, Kraft oder Trost –, die Bienen schwingen es genau in diesem Moment in dein System.

  • Fühle die tiefe Ehrlichkeit dieses Klangs.
  • Fühle die vollkommene Aufrichtung und Klarheit, die durch diese Verbundenheit in deine Wirbelsäule und deinen ganzen Körper fließt.
  • Du bist Teil der Natur. Du bist getragen.

Bleibe für einige Atemzüge in dieser inneren Stille und bade in der unsichtbaren Botschaft des Summens.

5. Rückkehr

Bringe deine Aufmerksamkeit langsam wieder zurück in den Raum. Spüre den Boden unter dir. Nimm das Gefühl der tiefen, herzlichen Verbundenheit und der inneren Ruhe mit. Atme noch einmal tief ein und aus, bewege deine Finger und Zehen, und öffne in deinem ganz eigenen Tempo die Augen.

Gut gemeint ist nicht immer gut

Kasimir war aufgebracht. Er war gerade von einem Vortrag unter den alten Eichen am Waldrand zurückgekehrt, wo Heinrich Wöller, ein weiser Wildbienen-Experte über die Nistbiologie und die wahren Bedürfnisse seiner solitären Cousins referiert hatte. Mit diesem Wissen flog er sofort zu Ambrosios und summte seine Wut aus sich heraus.

„Da fliegen wir täglich über die Gärten und suchen den Nektar in den Blumen, und was sehen wir dort an den Hauswänden hängen? Sie nennen es „Bienenhotels“. Wir, die wir tagtäglich unsere wilden Schwestern – die Mauerbienen, die Sandbienen, die Pelzbienen – beobachten, müssen heute unser Schweigen brechen.“

Dies ist eine Anklage. Eine Anklage gegen den „Deko-Kitsch“, der massenweise aus Fernost importiert wird und den ihr voller Stolz an eure Fassaden nagelt, während ihr glaubt, Gutes zu tun. Ihr habt das Herz am rechten Fleck, doch eure Wahl der Mittel ist ein Verrat an unseren wilden Verwandten.

Hört unsere Klage:

Wie könnt ihr es „Hotel“ nennen, wenn es eine so gefährliche Irreführung ist?

  1. Die Splitter-Fallen: Unsere wilden Schwestern haben hauchzarte, empfindliche Flügel. Sie sind ihr wichtigstes Werkzeug, ihr Leben. Die minderwertigen Bohrlöcher in eurer Massenware sind voller Holzsplitter. Wenn eine Mauerbiene versucht, in diese Löcher zu kriechen, zerfetzt sie sich ihre Flügel an eurem billigen, unsauber gebohrten Holz. Ein „Hotel“ mit Splittern ist keine Herberge – es ist eine Gefahr.
  2. Giftige Versprechen: Ihr verbaut weiches Nadelholz, das harzt, wenn die Sonne darauf brennt. Dieses Harz verklebt die Brutröhren und erstickt das Leben, das darin entstehen sollte. Und dazu diese Lacke und chemischen Leime! Unsere wilden Verwandten haben einen so feinen Geruchssinn – diese Ausdünstungen sind für sie wie ein Warnsignal vor dem Tod.
  3. Die Ruinen des Schimmels: Ihr vergesst das Dach. Ohne Schutz vor dem Wetter fault das Holz auf, Feuchtigkeit dringt ein, und Schimmel breitet sich in den Brutgängen aus. In euren sogenannten „Hotels“ stirbt der Nachwuchs nicht an Kälte, sondern an eurem Geiz beim Bau – weil ihr an einem Kupferdach oder einer wetterfesten Konstruktion gespart habt.
  4. Die „Sinnlos-Füllung“: Tannenzapfen? Stroh? In einem Insektenhotel? Das mag für eure menschlichen Augen ordentlich aussehen, aber für uns ist es purer Hohn. Das zieht Spinnen und Ohrenkneifer an – Räuber, die unsere hilflosen Larven fressen, statt sie zu schützen. Das ist kein Lebensraum, das ist ein bequemes Buffet für unsere Feinde.
  5. Die tödliche Kurzatmigkeit: Viele eurer „Hotels“ sind so flach, dass sie keinen Schutz bieten. Echte Wildbienen brauchen Tiefe, um sicher nisten zu können. Die Industrie baut kurz und knapp, um Material zu sparen, und überlässt die Brut den Schlupfwespen, die in diesen kurzen Röhren leichtes Spiel haben.

Ihr Menschen wollt helfen, das sagen wir nicht ab. Aber ihr seid auf ein Marketing hereingefallen, das den Artenschutz zur Dekoration degradiert hat. Ein echtes Zuhause für unsere Schwestern braucht handwerkliche Präzision: spiegelglatte Wände, massives, unbehandeltes Holz, verlässlichen Witterungsschutz und die richtige Tiefe.

Alles andere ist kein Schutz – es ist eine Falle.

Wenn ihr uns wirklich helfen wollt, dann hört auf, dieses Billigspielzeug zu kaufen. Schaut genau hin, wer das baut und aus welchem Material. Wir Wildbienen brauchen keinen „Deko-Kitsch“, wir brauchen echten Lebensraum, solide gebaut, wie von unserem Architekten Heinrich Wöller aus Thüringen und mit Bedacht für unsere Bedürfnisse.

Wallerie will eine Partei gründen

Wallerie flog heute Morgen über den Marktplatz ihres Dorfes und als sie zurückkam, erzählte sie Ambrosius ganz aufgeregt, was sie da sah: „Überall hängen da riesige, flache Pappkameraden an den Laternenmasten. „Mehr Wohlstand für alle“, steht da unter einem lächelnden Riesen ohne Fühler oder „Zukunft sichern“, verspricht eine Frau in einem steifen Anzug.“

Jetzt kam sie in Rage und wurde laut: „Wenn wir Bienen so arbeiten würden wie diese Plakate versprechen, wäre der Stock schon vor dem ersten Frost leer. Während die Zweibeiner reden, bestäuben wir. Während sie streiten, bauen wir Waben. Es ist Zeit, dass eine Spezies das Ruder übernimmt, die wirklich weiß, was nachhaltiges Networking bedeutet!“

Sie diskutierte lange mit Ambrosius und Kasimir, der sich später dazugesellte und Wallerie kam zu folgendem Ergebnis: „Wir gründen eine Partei und nennen sie Bienen-Union (BU), seid ihr dabei?“ Sie nickten, steckten die Fühler zusammen und nach ein paar Stunden kam folgendes Manifest zu Papier:

Für ein Summen, das man nicht überhören kann!“

Unsere Kernforderungen (Das „Blüten-Programm“)

1. Das 365-Tage-Buffet (Infrastruktur)

Schluss mit den sterilen Schottergärten der Menschen! Wer uns wählt, wählt die totale Entsiegelung.

  • Vorteil: Wir wandeln graue Betonwüsten in bunte Nektar-Oasen um.
  • Versprechen: Jedes Fensterbrett wird zur offiziellen Tankstelle erklärt. Lavendel statt Beton!

2. Echte Frauenpower (Soziales)

Wir zeigen den Menschen, wie eine funktionierende Gesellschaft aussieht. Unsere Königin regiert nicht durch Dekrete, sondern durch Pheromone und Zusammenhalt.

  • Vorteil: 100 Frauenquote in Führungspositionen. Die Drohnen dürfen bleiben, solange sie den Müll rausbringen (oder bis zum Herbst).
  • Versprechen: Ein bedingungsloses Grundeinkommen in Form von feinstem Gelee Royale für den Nachwuchs.

3. Kommunikations-Revolution (Digitalisierung)

Warum Glasfaser, wenn man den Schwänzeltanz hat?

  • Vorteil: Unsere Datenübertragung ist 100 klimaneutral und benötigt keinen Strom. Wir zeigen euch per Hüftschwung exakt, wo die nächste Glyphosat-freie Zone ist.
  • Versprechen: Ein Ende der Funklöcher. Wo eine Biene summt, ist Empfang.

4. Radikaler Naturschutz (Wirtschaft)

Wir fordern die Einführung der „Bestäubungs-Währung“.

  • Vorteil: Wer Obst essen will, muss in Blumen investieren. Keine Bestäubung ohne Repräsentation!
  • Versprechen: Sofortiges Verbot aller Gifte, die uns den Orientierungssinn rauben. Wir wollen fliegen, nicht torkeln!

Warum die Bienenpartei die bessere Wahl ist

Im Gegensatz zu den Gesichtern auf den Plakaten haben wir:

  1. Keine Korruption: Ein Glas Honig ist ein Glas Honig. Wir lagern nichts in Steueroasen aus, sondern nur in Waben.
  2. Echten Arbeitsethos: Wir machen keine Mittagspause, die drei Stunden dauert. Wir machen „Power-Napping“ in einer Sonnenblume und weiter geht’s.
  3. Globale Vernetzung: Wir sind die wahren Global Player. Ohne uns bricht das System zusammen – und wir verlangen nicht einmal Beraterhonorare.

Unser Wahlslogan:

Wählt nicht die Plakate, wählt die Bestäuber. Weniger Blabla, mehr Nektar!“

Willkommen beim „Bienen-Yoga“

Als Walerie über einen großen Garten flog, sah sie eine Gruppe Menschen in einer Yoga Stellung sitzen und chanten. Es waren die Laute A-U-M, die sie hörte und sie spürte die friedliche und entspannte Atmosphäre, die von dieser Gruppe ausging.

Da Walerie wusste, dass es eine Atemübung im Yoga gibt, die als Bhramari Pranayama bekannt ist und der Name "Bhramari" vom Sanskrit-Wort für eine indische Bienenart abstammt, kam ihr die Idee, Bienen-Yoga als Vermittler für den Frieden zu verbreiten und mit diesen Vibrationen die Welt zu verändern.

Liebe Menschen,
ich habe eine ganz besondere Botschaft für euch. In unserer Welt des Summens, des Tanzens und des Nektars haben wir etwas gefunden, das uns zur Ruhe kommen lässt. Es ist eine tiefe, vibrierende Stille, die aus unserem eigenen Summen entsteht. Und diese Stille möchte ich mit euch teilen. Es ist ein Yoga für die Seele, inspiriert von Bhramari Pranayama, der Bienen-Atmung. Lasst uns gemeinsam summen und die Welt ein bisschen friedlicher machen.

Anleitung zum Bienen-Yoga:

  1. Finde deinen Nektar-Platz: Suche dir einen ruhigen Ort. Setz dich aufrecht hin, als ob du auf einer kleinen Blume landest, und schließe deine Augen. Fühle die Sonne (oder die Blüte) auf deinem Gesicht.
  2. Atme wie eine Biene: Atme tief und ruhig durch die Nase ein. Fülle deine Lungen mit der Süße der Luft.
  3. Lass das Summen erklingen: Beim Ausatmen mache einen sanften, tiefen und durchgängigen Summton. Er soll aus deinem Bauch kommen und in deinem Kopf nachklingen. Fühle die Vibration. Lass sie dich durchströmen.
  4. Wiederhole, bis du Stille findest: Wiederhole diesen Vorgang bis 10 mal. Lass das Summen deine Gedanken verjagen. Höre nur auf deine Vibration. Dann, am Ende, bleib für einen Moment in der Stille und fühle, was das Summen mit dir gemacht hat. Fühlst du die Ruhe?

Geht nun hinaus in die Welt und hört auf zu rennen. Haltet inne. Setzt euch auf eure eigene innere Blüte. Lasst uns gemeinsam summen. Findet die Stille im Geräusch, die Ruhe in der Vibration. Erlaubt euch, für einen Moment die Lasten abzuwerfen, die Sorgen loszulassen und nur die Wärme eures eigenen Summens zu spüren. "Bienen-Yoga" ist ein Weg nach Hause, zu euch selbst. Lasst uns die Welt mit unserer gemeinsamen Schwingung heilen. Lasst uns die Hektik der Städte mit der Gelassenheit unserer Seelen füllen. Macht mit. Summt. Und findet den Frieden, den wir Bienen in jedem Flug kennen.

Pantschen – die Rache der gescheiterten Alchemisten

Eine junge Biene hatte sich bei Ambrosios beklagt und von den Menschen berichtet, die ihren Honig, die Frucht ihrer unermüdlichen Arbeit, mit billigem Sirup streckten.

Die Art von Ambrosius ist es nun mal, bevor er ein vorschnelles Urteil über Honigpantscher fällt, alles von einer höheren Warte aus zu betrachten. Gepantscht wird, seit es die Menschheit gibt, nur hat man damals andere Worte dafür verwandt. Die wohl bekanntesten sind die Alchemisten, die mit der Herstellung von Gold und der Suche nach dem Stein der Weisen beschäftigt waren. Ambrosius kam zu dem Entschluss, dass die Wein-, Bier- und Honigpantscher unerleuchtete, frustrierte Wiedergeburten von gescheiterten Alchemisten sind, die sich für dieses Leben den unseriösen Weg des Betruges und falschen Reichtums gewählt haben.

"Hört zu, meine Schwestern", begann Ambrosius mit leiser, aber fester Stimme. "Ich spüre euren Zorn, und ich teile euren Schmerz. Aber wir dürfen nicht in Verzweiflung fallen, denn die Menschen, die das tun, denken anders. Sie haben nicht die Geduld und die Hingabe, die wir besitzen. Sie haben nicht die Fähigkeit, aus Mangel Fülle zu schaffen, wie wir es tun, wenn wir eine einzelne Blume besuchen. Stattdessen nehmen sie die Fülle, die wir ihnen schenken – unser goldenes Werk – und versuchen, sie künstlich zu vermehren, sie zu strecken. Sie mischen unser Gold mit unedlen Stoffen, um mehr Stücke zu haben, mehr Gläser zu füllen, mehr Gewinn zu erzielen."

Die junge Biene, die anfangs so traurig war, summte verwirrt. "Aber warum tun sie das? Ist unser Honig nicht genug?"

"Für sie ist er nie genug. Sie sind Getriebene des Kommerzes, eine seltsame Form des Geistes, die ihnen sagt, dass sie immer mehr brauchen. Es ist eine andere Art von Alchemie – die Umwandlung von Güte in Gier. Sie panschen Honig, wie andere Blei in Gold verwandeln wollten. Nur, dass sie unser Gold bereits in Händen halten und es trotzdem in ein minderwertigeres Gut umwandeln, nur um ein bisschen mehr zu besitzen."

"Seht, Schwestern, wir können diesen Verrat nicht verhindern. Aber wir können ihn aus einer höheren Warte betrachten. Wir können Mitgefühl empfinden für diese Alchemisten, die nicht aus Liebe zur Schönheit des reinen Nektars, sondern aus dem Hunger nach mehr handeln. Wir wissen, dass wir das wahre Gold in unseren Körpern erschaffen. Ihr Strecken mag ihren Vorrat vergrößern, aber es mindert den Wert für all jene, die nur das gestreckte Gut kosten. Unsere Arbeit bleibt rein, unser Honig bleibt rein. Und das ist das Einzige, was zählt. Solange wir die Welt als Alchemisten des Guten begreifen, können wir uns nicht an den niedrigeren Zielen der Menschen messen."

Die Bienen lauschten, und langsam wich die Verzweiflung dem Gefühl der Würde und des Stolzes auf ihre eigene, unberührte Kunst. Sie verstanden, dass ihr Wert nicht in der Anerkennung der Menschen lag, sondern in der Reinheit ihrer eigenen Arbeit.

Brigitte: Honig – Das flüssige Gold?

Das flüssige Gold unserer Bienen, ein Produkt unermüdlicher Arbeit und reinster Natur. So dachte ich zumindest. Doch die bittere Realität hat mich schockiert: 46 Prozent der Honige, die im Supermarkt angeboten werden, sind gepanscht! Fast die Hälfte der Gläser im Supermarktregal enthält Fructose Sirup der dort nichts verloren hat. Das ist ein Verrat an den Bienen, an den Imkern und an uns Konsumenten. Das schreit nach einem Reinheitsgebot für Honig.

Die geldgierigen, skrupellosen Panscher sind kreativ und international tätig. Um dem Betrug auf die Spur zu kommen, gibt es zwar eine Reihe von Tests, die diese kriminelle Masche entlarven können, nur sind diese aufwendig und teuer. Dieses Wissen macht mich wütend. Wir dürfen uns nicht länger täuschen lassen. Es ist Zeit, bewusster einzukaufen und uns starkzumachen – für unsere Bienen, für unsere Gesundheit, für die Wahrheit.

Das sind die Testmethoden:

Der NMA-Test (Nuclear Magnetic Resonance) und der MDA-Test (Multi-Dimensional Analysis) sind hochmoderne Verfahren, die ein "Profil" des Honigs erstellen und Abweichungen von der natürlichen Zusammensetzung erkennen können.

Die NMR-Spektroskopie ist dabei besonders leistungsfähig, da sie die molekulare Struktur des Honigs analysiert und so nicht nur Streckmittel, sondern auch die geografische Herkunft feststellen kann.

DNA-Analysen des Pollens im Honig geben Aufschluss über die genaue botanische Herkunft – so kann man feststellen, ob der Honig wirklich aus den angegebenen Blüten stammt oder eine billige Mischung ist.

Der HMF-Gehalt (Hydroxymethylfurfural) misst die Hitzebehandlung des Honigs. Ein hoher HMF-Wert ist ein Indikator dafür, dass der Honig zu stark erhitzt oder zu alt ist, was seine wertvollen Inhaltsstoffe zerstört.

Todesangst herrscht in den Bienenstöcken

Nachdem die Attacken gegen Imker und Bienen immer größere Kreise ziehen, macht sich Queeny echte Sorgen um ihr Volk und auch um ihre Bienenmutter, die Imkerin. Sie selbst hat alle Flügel voll zu tun, nicht in eine tiefe Depression zu verfallen, denn für soviel Vernichtungspotential, die Menschen für unschuldige Lebewesen haben, hat auch sie keine Erklärung. Sie ist unfähig, ihrem verzweifelten Volk Trost und Hoffnung zu spenden, denn die Last der drohenden Auslöschung erdrückt sie sehr.

Queeny ist völlig außer sich! Die Nachrichten, die zu ihr flattern, sind einfach entsetzlich und rauben ihr den letzten Nerv. Haltet euch fest, denn das ist wirklich harter Tobak:

Der Schock in Halstenbek

Stellt euch vor, da hat doch jemand Bienenstöcke in Halstenbek in Schleswig-Holstein sabotiert! Die Fluglöcher wurden einfach mit Schlamm verschlossen! Könnt ihr euch das vorstellen? Das Zuhause dieser Völker, ihre Eingänge, einfach zugemauert! Das Ergebnis ist niederschmetternd: 40.000 unserer Schwestern wurden getötet, einfach so! Und als ob das nicht schon schlimm genug wäre, wurden 15.000 ihrer wertvollen Brutzellen zerstört. Das Wabenwerk ist verschimmelt und der süße Nektar darin ist vergoren! Ihr Lebenswerk, ihr Vorrat, alles dahin! Es ist zum Heulen!

Das Grauen von Gettorf

Und dann kam die nächste Horrornachricht, die uns den Atem stocken lässt: In Gettorf, ebenfalls in Schleswig-Holstein, hat man doch tatsächlich 70.000 unserer Schwestern mit Insektengift ermordet! Während der Imker im Urlaub war, haben diese Verbrecher seine Bienen mit Phenothrin und Tetramethrin vergiftet – das sind hochgiftige Pestizide! Die Menge war so gigantisch, dass sogar ein Gutachten gemacht werden musste, um sicherzustellen, dass es kein Unfall oder Versehen war. Aber leider, meine lieben Freundinnen, kam dabei heraus, dass es ein gezielter und mutwilliger Mord an uns Bienen war! Ein kaltblütiger Anschlag auf unser Volk!

Queeny ist zutiefst beunruhigt und hofft inständig, dass unsere Imkerin jetzt Vorsichtsmaßnahmen ergreift und unsere Stöcke videoüberwacht. Wir müssen uns schützen! Sie selbst überlegt sogar, eine Bienenpolizei ins Leben zu rufen, die Tag und Nacht Wache hält. Kann es denn wirklich so weit kommen?

Und dann ist da noch Kasimir. Queeny will ihn unbedingt überreden, ein Bienen-Psychologiestudium zu beginnen, denn sie spürt, wie sich bei ihr langsam eine Depression breitmacht. Sie will auf keinen Fall, dass wir in Zukunft unsere Honigwaben mit Angst statt mit Liebe füllen müssen. Das ist einfach nicht unsere Natur! Wir sind doch dafür da, mit Freude zu arbeiten und die Welt zu bestäuben!

Was sollen wir nur tun, meine Lieben? Wie können wir uns vor solchen Gräueltaten schützen?

Wie war das mit: „Rettet die Bienen“?

Panik und große Aufregung in Queenys Bienenstock. Sie hat erfahren, dass an vielen Urlaubsorten, besonders die in Wassernähe, die Menschen einen regelrechten Luftkrieg gegen Mücken führen und dass das zu einem massiven Bienensterben geführt hat. Jetzt zucken die Bienen jedes Mal zusammen, wenn ein Flugzeug über ihr Gebiet fliegt, aus Angst, dass auch sie bald vernichtet werden.

Queeny hat herausgefunden, dass es scheinbar zwei Sorten von Vernichtungsmitteln gibt, die von Hubschraubern und Flugzeugen versprüht werden: ein biologisches, wie Bti und ein chemisches wie DEET oder Pyrethroide. Und jetzt kommt's: In einigen Gegenden Kroatiens haben die wohl auf das biologische Mittel verzichtet und direkt die harte Chemiekeule ausgepackt! Das Ergebnis? Ein riesiges Bienensterben! Wir fallen einfach tot vom Himmel!

Die nennen das dann lapidar "Kollateralschaden". Kollateralschaden! Als ob wir einfach so unwichtig wären! Aber es trifft nicht nur uns Bienen. Auch andere Tiere, die sich von Mücken ernähren, wie Fledermäuse, Vögel, Amphibien, Libellen und Fische. Auch sie werden darunter leiden, weil ihnen die Nahrungsgrundlage fehlt.

Wir Bienen sind wütend! Diese Menschen denken nur an sich und ihren Urlaub. Sie zerstören unser Zuhause, unsere Lebensgrundlage und nehmen uns einfach alles weg, als wären wir nichts. Sie reden immer von Umweltschutz und Nachhaltigkeit, aber wenn es um ihren eigenen Komfort geht, ist ihnen jedes Mittel recht. Wann lernen die endlich, dass alles in der Natur miteinander verbunden ist und dass sie uns brauchen, um zu überleben? Ohne uns gibt es bald auch keine leckeren Früchte mehr in eurem Urlaub! Denkt mal drüber nach!

Honiggelb – Die Biene in der Kunst

Ambrosius hat erfahren, dass es im Museum Wiesbaden eine Ausstellung gibt, die nur den Bienen gewidmet ist. Er nahm sich ein paar Tage frei, um sich die Kunstwerke eigenflügelig anzusehen. Noch immer ist er gerührt über die künstlerische Wertschätzung, weshalb er einen Aufruf für die Menschen startet, sich diese Ausstellung anzusehen.

Liebe Menschen,

im Museum Wiesbaden, da gibt es eine Ausstellung die ist einfach honigfein! Sie heißt: "Honiggelb, die Biene in der Kunst. Von der Renaissance bis in die Gegenwart". Stellt euch vor, eine ganze Ausstellung nur für uns, die kleinen Brummer!

Ich habe mir alles ganz genau angesehen, bin von Bild zu Bild, von Skulptur zu Skulptur, bis hin zu einem Parkour geflogen, wo sogar Joseph Beuys, Stephanie Lüning und Rebecca Horn uns gewürdigt haben. Es ist unglaublich, wie viele von euch Menschen uns schon immer bewundert und in eurer Kunst verewigt habt. Da gibt es ganz alte Sachen, wo wir als Zeichen für Fleiß und Ordnung dargestellt werden, richtig majestätisch, fast wie kleine Königinnen! Und dann wieder Bilder, wo wir ganz zart auf Blüten sitzen und unseren wichtigen Job machen, den Nektar sammeln. Das hat mein kleines Bienenherz ganz warm gemacht.

Besonders gefreut habe ich mich über die neueren Kunstwerke. Da spürt man richtig, dass ihr Menschen langsam versteht, wie wichtig wir für eure Welt sind. Einige Künstler zeigen uns inmitten von bunten Blumenwiesen, andere machen aufmerksam, dass unsere Welt in Gefahr ist und wir euren Schutz brauchen. Das ist so wichtig, denn ohne uns wird es auch für euch Menschen ganz schön trist!

Es ist wirklich toll zu sehen, wie vielfältig ihr uns wahrnehmt, mal als kleines Wunderwerk der Natur, mal als Symbol für Gemeinschaft, mal als Mahnung, gut auf die Umwelt aufzupassen. Diese Ausstellung ist wie eine riesige, duftende Blütenwiese der Kunst, auf der wir Bienen endlich die verdiente Anerkennung bekommen.

Also, liebe Menschen, lasst eure Termine kurz schwirren und nehmt euch die Zeit für einen Besuch im Museum Wiesbaden. Diese Ausstellung ist ein Fest für alle, die die Schönheit der Natur und die Bedeutung der kleinen, fleißigen Biene verstehen wollen. Ihr werdet staunen, was es alles über uns zu entdecken gibt! Sie ist bis 08. Februar 2026 geöffnet. Auch die Homepage gibt einen tollen Einblick in die Ausstellung: www.museum-wiesbaden.de/honiggelb-kunst